Die Abgeschiedenheit des Stodertals entpuppt sich aus heutiger Sicht als Nährboden für kulturelle Eigenständigkeit und Tradition. Bauerntum, das Kirchenjahr, heidnische Mythen und natürlich auch Aberglauben sind die Eckpfeiler unserer Alltagskultur, unseres Zusammenlebens – kurz, unserer Tradition.
Doch Tradition ist weder statisch noch folkloristisch und schon gar nicht touristisch – sie ist im stetigen Wandel begriffen, wird von den Bewohnern des Stodertals gepflegt bzw. gelebt.
Authentizität findet man dort, wo um all das wenig Aufhebens gemacht wird. Die Familie, die in den Rauhnächten „Rauká“ geht, oder die Väter und Großväter, die ihren Söhnen und Enkeln in mühevoller Kleinarbeit Palmbuschen binden. Frauen, die einen Baum über und über mit Ostereiern behängen ...
Wachsamkeit empfiehlt sich, will man dieses Leben und Treiben ergründen.




