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BUSGARAGE RIEDLER

BUSGARAGE RIEDLER


Smarter Baukörper, intelligent in die Landschaft des Stodertales integriert

Die möglichst schonende Einbindung eines Gewerbebaus in eine stark touristisch genutzte Landschaft, der aber trotzdem auch als eigenständiges Bauwerk das gerechtfertigte Selbstbewusstsein eines aufstrebenden Unternehmens präsentieren sollte und die Wahrung der Kostendisziplin waren die wesentlichen Indikatoren, die die Lage, das Aussehen und auch die Konstruktion des Gebäudes vom ersten Entwurf weg bestimmten. Dass richtige Erkennen und zuordnen von Funktionen und betrieblichen Abläufen gliedert das Bauwerk, doch die Aufgabe von Architektur ist es die zu schaffenden Räumen mit zusätzlichen Qualtäten zu versehen, den sogenannten Mehrwert der Architektur.

Diesen Mehrwert versuchten wir auf den verschiedensten Ebenen und Maßstäben gerecht zu werden, es reicht von der Wahl der eingesetzten Materialien, der Gestaltung der Details bis zu Überlegungen zu der Situierung von Werbung bzw. Information.

Da Gewerbebauten oft als optisch störend empfunden werden wurde bereits bei der Widmung der Gewerbeflächen auch die Errichtung eines Erdwall beschlossen, um so die Gebäude den Blicken der Touristen zu entziehen und ein Bild einer idealen Landschaft zu erhalten.

Das gestalterische Grundkonzept der Busgarage ist denkbar simpel, zwischen dem schützenden, von vier starken Stützen getragenen schweren Dach (deshalb auch die bewusste Stärke der Dachkonstruktion) und den unabwendbaren Erdwall entsteht ein Zwischenraum - die Busgarage. Hinterstoder Zwischen Dach und Erdwall bleibt eine horizontale Fuge, diese bildet zweiseitig die Belichtung der Busgarage über ein Oberlichtband, trennt gestalterisch die beiden Elemente und verleiht der Dachplatte Leichtigkeit. An der Gegenüberliegenden Seite klappt das Dach nach unten, gibt dem Gebäude halt, erdet es. Wie auch die Konstruktion selbst klappt auch die Fassadenkonstruktion nach unten, aus den liegenden, schmalen länglichen Plattenformaten werden schmale, von unten bis oben durchgestreckte stehende Fassadenplatten.

In der Tiefe wird das Gebäude durch die für Busse notwendige Gebäudetiefe definiert, horizontal gegliedert trennt die Torfassaden den Vorplatz von Innenraum, während das Dach noch weiter auskragend dem Baukörper auch eine Dimension, bzw. Stärke gibt.

Der schlichte Innenraum wird einerseits durch die notwendige Konstruktion und andrerseits durch die verwendeten Materialien bestimmt. Die statisch notwendigen vier Stützen erfüllen neben der Aufgabe die Dachlasten abzuleiten noch die Aufgabe den Raum zu gliedern, sie geben dem Raum halt. Das zweiseitig umlaufende Oberlichtband wiederum spendet viel Licht und erweitert den Raum visuell und schafft anhand der sichtbaren Berge auch Orientierung in einem größeren Maßstab. Im Raster organisierte Leuchten und Installation verstärken den gewerblichen Charakter.

Das Gebäudeinnere wird vor allem durch den Einsatz von zwei Materialien bestimmt. Einerseits durch den für die Stützen, den Boden und die beiden den Erdwall folgenden aussteifenden Wänden notwendige unbehandelten Beton und andrerseits durch das Holz, das mit OSB-Platten verkleidet oder sichtbar die Träger, das Dach, die Sozialraumbox und die Wandscheibe bildet und dem Innenraum einen weichen, warmen Eindruck verleiht. Hinterstoder Der Aufgabe entsprechend entstand ein klar definierter, einfacher Baukörper, der neben der reinen Funktionalität auch noch den Anspruch eines modernen, aufstrebenden Unternehmens repräsentierten vermag ohne überheblich oder abgehoben zu wirken und der durch den sparsamen und wohldurchdachten Einsatz der Materialen Holz und Beton innerhalb kurzer Zeit kostengünstig errichtet werden konnte. Das Gebäude ist auch Ausdruck einer der modernen Architektur aufgeschlossenen Bauherrnschaft, und vielleicht auch das Produkt der bereits längeren Auseinandersetzung mit moderner Architektur in den letzten Jahren in Hinterstoder, zu der vor allem die Gemeinde Hinterstoder mit ihren Bekenntnis zu moderner, qualitätsvoller Architektur in ihren eigenen Projekten (Hösshalle, Alpineum, Gemeindeumbau, hinterstoder lounge, Wanderwegprojekt) im wesentlichen beigetragen hat.

Busgarage in Zusammenarbeit mit Dietmar Moser – Linz (wie hinterstoder.lounge)


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