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DORFERNEUERUNG


Talaufwärts – Dorferneuerung in Hinterstoder

Die Erarbeitung des Konzeptes „Hinterstoder 2000“ Mitte der 90er-Jahre machte erstmals deutlich, wie wichtig es heutzutage ist, Leitbilder für unser Dorf zu erstellen und ständig strategisch weiterzuentwickeln. Durch die bewusste Einbindung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger gelang es, den Menschen Mut zu machen und eine Aufbruchstimmung im Dorf einzuleiten!

Dorferneuerung in Hinterstoder setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

Ideenfindung & Gespräch:
Die Ideen und Gespräche am Wirtshaustisch waren ebenso wichtig wie die Fachgespräche mit Experten. Die besten Ideen drängten förmlich zur Umsetzung. In Hinterstoder entstand eine neue Qualität der Gemeinschaft. Alle Gruppierungen der Gemeinde, die Vereine und Institutionen, Menschen der verschiedenen Altersschichten und Berufssparten wirkten bei der Ideenfindung mit. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger arbeiteten in den themenbezogenen Arbeitskreisen mit und viele engagierten sich bei der Umsetzung der unzähligen Projekte. So gesehen wurde ein enormer Motivationsschub in der Bevölkerung ausgelöst. Man fand neuen Mut, aus den Reibereien und ewigen Diskussionen in ernsthafte, konstruktive Gespräche einzutreten und daraus die besten Ideen umzusetzen. Ein echter demokratischer Prozess wurde eingeleitet – von der Einbindung der Bürger im Sinne der lokalen Agenda 21 bis hin zur Projektumsetzung: Betroffene wurden zu Beteiligten.

Planung:
Im Rahmen der Planungs- und Umsetzungsphase war es äußerst wichtig, einen Prozessbegleiter von außen an der Hand zu haben, der richtungweisend und zielorientiert mithalf, „Hinterstoder“ gemeinsam zu entwickeln. Bürger in der Gemeinde, die Professionisten im Handwerk wie im Tourismus, die Entscheidungsträger der Gemeinde und die Experten von außen halfen zusammen. Es entwickelte sich mehr Gemeinsinn statt Eigensinn.

Hinterstoder Dorferneuerung

Roter Faden:
Die Ideen wurden vorgestellt und es zeigte sich, dass die Gemeindebürger auch bereit waren, an der Realisierung mitzuhelfen. Ein Boden für Kreativität wurde geschaffen. Man fasste wieder neuen Mut Dinge anzugehen, von denen man früher nicht einmal geträumt hätte. Die Projekte ergänzten sich gegenseitig und schon bald wurde ein roter Faden in der Dorfentwicklung erkennbar. Das Schlagwort „talaufwärts“ wurde gefunden und dokumentierte fortan diesen Entwicklungsgang. Hinterstoder hat für diese Bemühungen um eine ganzheitliche Dorfentwicklung und Dorferneuerungen im Jahr 2000 einen „Europäischen Dorferneuerungspreis“ zugesprochen bekommen. Diese Anerkennung bestätigte, dass wir auf dem richtigen Weg sind und motivierte uns, die begonnene Arbeit fortzusetzen.

Umsetzung & Ziele:
Wesentliche Aspekte der zukünftigen Entwicklung liegen darin, dass der begonnene Weg im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fortgesetzt wird. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit, die ganzheitliche Sicht, die Langfristigkeit, die Orientierung am Natürlichen und an der Nähe, die Prinzipien der Partnerschaftlichkeit, aber auch die Beschränkung auf ein vernünftiges Maß sollen weiterhin Grundlage der Entwicklung sein. Nur so kann Hinterstoder für die Bürgerinnen und Bürger, für die Einwohner und Gäste ein lebens- und liebenswertes Dorf bleiben. Das Klima des Miteinanders, das sich in den letzten Jahren deutlich ausgeprägt hat, ist Basis für weitere Entwicklungsschritte. Bereits jetzt merkt man Auswirkungen der langjährigen konstruktiven Zusammenarbeit:

  • Hinterstoder ist als Wohnort attraktiver geworden,
  • die Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche begünstigen ein zukünftiges Verbleiben in der Gemeinde,
  • das touristische Angebot hat sich hinsichtlich der Qualität spürbar verbessert und
  • kulturelle Aktivitäten sind ein fixer Bestandteil des dörflichen Lebens geworden.

Hinterstoder ist als Lebensraum attraktiver geworden und die Bürgerinnen und Bürger können stolz auf diese Entwicklung sein, denn sie haben sie selbst wesentlich mitgetragen.


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