Die Klimaschutzaktivitäten in der Klimabündnisgemeinde Hinterstoder beschränken sich momentan in erster Linie auf kommunale Projekte, die im Wesentlichen die Bereiche Energieeinsparung, CO2-neutrale Wärmeversorgung und öffentlichen Nahverkehr abdecken.
Energieeinsparung:
Seit Mitte der 90er-Jahre konnte der Energieverbrauch der kommunalen Gebäude in Hinterstoder deutlich gesenkt werden. So wurde neben dem Kindergarten, der Volks- und Musikschule auch das Gemeindeamt thermisch saniert, um den Energieverbrauch deutlich zu senken. Auch bei den neu errichteten Gebäuden wie Alpineum und Hösshalle konnten moderne energetische Gebäudestandards umgesetzt werden. In der Kläranlage gewinnt eine Wärmepumpe einen beträchtlichen Teil der für die Anlagenheizung benötigten Energie aus der Restwärme der Abwässer zurück.
CO2-neutrale Wärmeversorgung:
Mit der Errichtung des bäuerlichen Nahwärmeprojektes Hinterstoder konnte die Wärmeversorgung großer Teile des Ortszentrums von klimaschädlichen fossilen Energieträgern auf umweltfreundliche Nahwärme auf Biomassebasis umgestellt werden. Dieses Projekt ermöglicht immerhin eine Reduktion des Heizölverbrauchs um rund 200.000 Litern pro Jahr, was einer CO2- Einsparung von 640 Tonnen pro Jahr entspricht.
Aus volkswirtschaftlicher Sichtweise bringt dies eine Einsparung von 14.000 Euro pro Jahr, die nicht für den Erwerb von CO2-Zertifikaten aufgewendet werden müssen.
Öffentlicher Nahverkehr:
Durch einen optimierten Fahrplan, durch eine Abstimmung der einzelnen Verkehrsmittel aufeinander sowie durch die Attraktivierung der Bushaltestellen wurde seitens der Gemeinde Hinterstoder bzw. der Nahverkehrsdienstleister der Versuch unternommen, die Abhängigkeit der Einheimischen, aber auch der Gäste, vom Auto deutlich zu reduzieren. Langfristig erhofft man sich eine Reduktion der PKW-bezogenen Kilometerleistung und damit einhergehend eine Absenkung des CO2-Ausstoßes.




