Da das Stodertal rings vom Toten Gebirge umschlossen ist, sind empfindliche Luftströmungen nur selten fühlbar. Insbesondere ist dem kühlen Nordwind durch die Vorlagerung des Sengsengebirges, des Tambergs, des Steyersbergs und des Kleinen Priels der Einfall verwehrt.
Das Klima ist sehr gesund und gleicht im Allgemeinen dem anderer Gebirgstäler in gleicher Höhenlage – Sein Vorzug liegt jedoch in der Krümmung des Tales von Ost gegen Süd, was sich vor allem auf die Anzahl der Sonnenstunden positiv auswirkt. Schnelle Wetterwechsel kommen nicht selten vor, doch in der Regel ist beständiges Wetter vorherrschend.
Die heißen Sommermonate weisen oft kühle Morgen und Abende auf, während tagsüber ziemliche Hitze herrscht. Diese Tageshitze ist aber von größter Bedeutung für die Stoderer Pflanzenwelt. Was der längere Winter am Wachstum verhindert, ersetzen die rasche Aufeinanderfolge von Frühling und Sommer und des letzteren Wärme. Dieses Wechselspiel zwischen kühler Nacht und heißem Tag empfinden unsere Gäste als sehr angenehm, zumal zu dieser Zeit über den Städten drückende, Kreislaufbeschwerden hervorrufende Hitze liegt.
Obwohl Gewitter des Öfteren vorkommen, bringen diese doch selten Gefahr für das Tal. Sie erscheinen meist überraschend schnell, ziehen an den Gebirgsrücken hin und sind stets von kurzer Dauer. Die meisten Gewitter kommen von Westen über das Tote Gebirge Richtung Großer Priel. Über das Warscheneck heranziehende Gewitter sind eher selten, solche aus dem Norden ziehen über Sengsengebirge sowie Tamberge hin. Winterliche Schneegestöber im Frühling verpassen nicht selten dem Maibaum noch ein Schneekleid, das jedoch nur für wenige Stunden Bestand hat.
Der Herbst dagegen weist fast jedes Jahr heiteres, sehr angenehmes und überaus beständiges Schönwetter auf. Draußen im Alpenvorland lagert dichter Nebel, während sich hier im Stodertal zur Freude der zahlreichen Wanderer Tag für Tag die blaue Himmelsglocke über Berg und Tal wölbt und die besonders klare Luft unglaubliche Fernsicht ermöglicht.
Die Winter sind schneereich und kalt, können jedoch durch fönbedingte Tauwetterperioden unterbrochen werden. Der Jänner zeichnet sich durch besondere Kälte aus, im Februar verzeichnet die Schneedecke oft gehörige Zuwächse, die dem Sonnenschilauf in März bzw. April sehr zugute kommen.




