Waren in früheren Zeiten die rund 69 Almen und Reuther eine wesentliche Stütze der Landwirtschaft in Hinterstoder, so stehen heutzutage andere Nutzungsaspekte im Vordergrund - neben der nach wie vor stattfindenden traditionellen Landwirtschaft dienen etliche Almen heutzutage als Jagd- und Schutzhütten bzw. im Winter auch als Schihütten und wildromantische Unterkünfte. Groß ist außerdem die Zahl derer, die dem Verfall preisgegeben wurden.
Die Almwiesen hingegen, die man mit speziellen Förderprogrammen vor einem schleichenden Zuwachsen bewahren möchte, offenbaren sich dem Wanderer als blühende Inseln in den bewaldeten Bergrücken und tragen erheblich dazu bei, dass das Stodertal als eines der landschaftlich abwechslungsreichsten und lieblichsten Täler der Alpen empfunden wird.
Selbst das Schi- und Wandergebiet des Hutterer Höss ist eng mit der Geschichte der Almen verbunden, denn als größtes zusammenhängendes Almengebiet in unserer Region mit einer Geschichte, die bis in die Slawenzeit zurückreicht, bot der Höss natürlich ideale Voraussetzungen für Schiläufer und Wanderer.
Im Folgenden werden einzelne Almen des Stodertales von unserem Almspezialisten Werner Hackl, vulgo Schmalzer vom bekannten Gasthof Schmalzerhof, vorgestellt - die jeweilige Alm berichtet in der Ich-Form über all das, was ihr im Laufe der Zeit widerfahren ist.




