Nicht reden, sondern handeln, ist die Prämisse von Alpine Pearls, einer der größten touristischen Kooperationen im Alpenraum. Mit mittlerweile bereits 20 Mitgliedsorten aus fünf Alpenländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz und Österreich) und an die zwölf Millionen Gästenächtigungen hat die Organisation, die sich umweltschonendes Reisen – Schwerpunkt Urlaub mit umweltfreundlicher Mobilität – zum Ziel setzt, bereits nach einem Jahr des Bestehens Beachtliches geleistet.
Neben dem Aufbau der Organisation wurden buchbare Produkte geschaffen. Der Gast wird eingeladen, sanft-mobil zu reisen. Versprochen werden mehr Urlaubsgenuss und in vielen Orten auch handfeste Vorteile.
So kann sich der sanft-mobile Gast im autofreien Chamois im Aostatal zum Beispiel kostenlos Fahrräder ausleihen, im Berchtesgadener Land wird „movelo“, das Fahrrad mit elektrischem „Hilfsmotor“, zum Fortbewegungsmittel. In den Südtiroler Wander-Perlen sorgt ein perfektes Bussystem für das Fortkommen ohne Auto und im österreichischen Werfenweng können über den Sanft-Mobil-Vorteilspass sogar 25 Vorteile ausgekostet werden. Das reicht vom privaten Chauffeur bis hin zur Pferdekutschenfahrt.
Strenge Kriterien in Sachen Mobilität werden von allen Orten verbindlich eingehalten. Dadurch wird dem Gast gewährt, gleichartige Mobilitätsgarantie in allen Perlen zu haben – und das alles ohne ein eigenes Auto nutzen zu müssen. Zum Beispiel wird, neben der Abholung vom nächstgelegenen Bahnhof, ein Mobilitätssystem angeboten, das wichtige touristische Ziele der „Perle“ täglich, zumindest zwischen 9.00 und 20.00 Uhr, ohne Auto bequem erreichbar macht.
Die Erweiterung des in Österreich bereits bestehenden Alpenperlentickets für die freie Fahrt mit Bahn und Bus in gesamt Österreich wird zurzeit mit Mobilitätsdienstleistern aus den Ländern der „Perlen“ verhandelt. Es soll dazu dienen, die „Perlen“ wie eine Perlenkette zu verbinden und damit eine sanft-mobile Reise durch die Perlen der Alpen möglich zu machen. Der ökologische Nutzen soll sich mit dem ökonomischen verbinden und dadurch den nachhaltigen Bestand der Idee sicherstellen. Die Möglichkeit dieses Anspruchs wurde bereits bewiesen. So können mehrere „Perlen“ überdurchschnittliche Nächtigungssteigerungen und eine Erhöhung des Anteils der Bahnreisenden aufweisen.
Erste buchbare Pauschalen zeigen ebenfalls bereits Erfolge. So kann in Arosa und Werfenweng die Urlaubsreise klimaneutral absolviert werden. Das Produkt „Alpengenuss“ verbindet die „Perlen“ Bad Reichenhall und Berchtesgaden mit dem „Wundermittel“ Werfenweng. Das Alpenperlenticket ermöglicht es dem Gast, innerhalb Österreichs zu einem sehr günstigen Preis von 159,- Euro für sieben Tage alle Züge und Postbusse unbeschränkt zu nutzen. Eine Initiative, die zum Mitmachen einlädt, schält sich aus dem Ei – zum Erfolg. Seit 23. April 2007 kann sich Hinterstoder stolz eine „Perle der Alpen“ nennen – zum Wohl unserer Gäste und unserer Umwelt.




