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BERT RINESCH STEIG


Bert Rinesch-Steig auf den Großen Priel (2.514 m)

Zustiegszeit: 1 Stunde / 440 Höhenmeter (vom Prielschutzhaus gerechnet)
Kletter-Zeit: 3,5 bis 4 Stunden
Exposition: Süd-Nordost
Steiglänge: 660 Höhenmeter
Gesamthöhenunterschied: 1.100 Höhenmeter (vom Prielschutzhaus gerechnet)
Schwierigste Stelle: D

Beschreibung:

Der vom Hinterstoderer Bergführer und damaligen Prielschutzhauswirt Engelbert Eder und seinen Kollegen vom Bergrettungsdienst 1994 angelegte Klettersteig auf den Großen Priel zählt mit einer Länge von rund 1.300 Metern zu den aufregendsten und anspruchsvollsten Steigen der Ostalpen.

Den nach dem 1995 im Toten Gebirge verunglückten Bergführer Bert Rinesch benannten Steig erreicht man vom Prielschutzhaus aus dem Normalweg auf den Großen Priel bzw. Spitzmauer folgend in gut einer Stunde. 100 Meter nach der Weggabelung von Priel- und Spitzmauerweg zweigt der Zustieg zum Klettersteig rechts ab. Durch Latschen und über Geröll führt der Zustieg in einem Bogen von rechts zum Einstieg unter dem SO-Sporn.

Der Steig beginnt, seinem Schwierigkeitsgrad entsprechend, mit einer steilen Einstiegswand. Ab der so genannten Lokomotive beginnt die durchgehende Stahlseilsicherung bis zum Gipfel. Der Steig zeichnet sich durch teilweise überhängende Leitern, längere, mitunter sehr ausgesetzte Querungen und zwei senkrechte Steilaufschwünge mit Leitern und Klammern aus, die einem konditionell einiges abverlangen (Schwierigkeitsgrad C und D). Erst im oberen Teil verflacht sich das Gelände und führt über mehrere Rippen und Rinnen zum Südgrat, das man etwa 150 Meter unterhalb des Prielgipfels erreicht. Am letzten, kommoden Stück des Steiges genießt man eine traumhafte Landschaft.

Am Normalweg erreicht man über Westkamm, Brotfallscharte und Schneefeld in rund zwei Stunden das Prielschutzhaus.

Konditionsstarke und steigerfahrene Bergprofis benötigen das komplette Klettersteig-Set inklusive Steinschlaghelm - weniger Geübte sollten den Bert Rinesch-Steig aufgrund seiner Länge, seiner Steilheit und seiner Ausgesetztheit eher meiden.

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