In den Schneekanonen wird reines Wasser durch feine Düsen zerstäubt, mit komprimierter Luft vermischt und unter hohem Druck auf den Pistenbereich gesprüht. Während der Zeit, in der dieses Gemisch wieder auf die Piste fällt, gefrieren die kleinen Wassertropfen zu Schneekristallen. Dieser Vorgang ist aber nur möglich, wenn die Lufttemperatur im Minusbereich liegt. Weiters ist eine geringe Luftfeuchtigkeit und kaltes Wasser von Vorteil. Durch die neuen Kühlturmanlagen wird das Schneiwasser auf etwa +1° C bis +2° C abgekühlt. Eine wirtschaftliche Beschneiung beginnt erst ab -4° C Lufttemperatur bzw. sollte das Wasser nicht mehr als +2° C messen. Um diese Faktoren effizienter nutzen zu können, wird hauptsächlich in der Nacht beschneit.
Unsere Beschneiungsanlage ist auf dem modernsten Stand der Technik und wird über einen Zentralcomputer gesteuert und bedient. Der Rechner erfasst verschiedene Daten aus Wetterstationen, Pumpstation, Schneekanonen und errechnet aus diesen Parametern die optimale Schneequalität. Diese Daten kann das Team der Beschneiung in Echtzeit abrufen und unmittelbar reagieren. Ab Mitte September ist unser Schneiteam bereits wieder mit den Aufbau- und Revisionsarbeiten beschäftigt. Ab Anfang November, sobald es die Temperaturen erlauben, sind sechs bis sieben Mann im Schichtbetrieb Tag und Nacht für die Betreuung der Schneekanonen im Einsatz.
Die Präparierung der Schipisten beginnt nach Betriebsschluss der Liftanlagen, um 16.00 Uhr, und dauert je nach Schneeverhältnissen bis etwa 24.00 Uhr. Bei anhaltendem Schneefall wird ab 4.00 Uhr morgens wieder mit den Arbeiten begonnen. Bei Betrieb der Beschneiungsanlage wird am Morgen auch der während der Nacht produzierte Schnee wieder in die Piste eingearbeitet. Während des Schibetriebes dürfen aus Sicherheitsgründen keine Präparierarbeiten durchgeführt werden. Das Pistenteam ist aber auch für die Absicherung von Gefahrenquellen bzw. Wartung sämtlicher Sicherheits- und Pistenleitsysteme zuständig. Diese Absicherungen sollten beachtet werden, da sie auf besondere Gefahren während der Präparierungsarbeiten durch diverse Zusatzgeräte wie Seilwinden, aufgerissene Schneedecke oder den Betrieb von Schneigeräten hinweisen. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit der Pistenbenützer.
Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG – Standort Hinterstoder
Mitarbeiterstand:
- Ganzjährig: 26 Personen
- Saison/Liftbetrieb: ca. 60 bis 80 Personen
- Saison/Gastronomie: ca. 30 bis 40 Personen
Beschneiung – Technische Daten/Kennzahlen:
- Installierte Pumpenleistung: 580 l/sec
- Strom/Anschlusswert: 3.900 kW (nur Beschneiung)
- Anzahl/Schneekanonen: 125 Schneilanzen und 45 Schneekanonen
- Anschlussstellen/Hydranten: 277 Stück Unterflurschächte
- Verlegte Rohrleitungen: 29,5 km
- Verlegte Strom- u. Steuerkabel: 120 km
- Fassungsvermögen Speicherteich Hirschkogel: 54.000 m³
- Fassungsvermögen Speicherteich Schafkogel: 120.000 m³
- Produzierte Schneemenge pro Saison: 350.000 m³ bis 400.000 m³ (abhängig von Naturschnee) entspricht 40.000 LKW-Fuhren
- Produktionskosten pro m³ Schnee: ca. 1,20 Euro
- Beschneite Pistenfläche: ca. 95 ha
- Investitionskosten/Schneekanone: 33.000,- Euro
Pistenpräparierung:
- Zu bearbeitende Pistenfläche: ca. 150 ha
- Anzahl der Pistengeräte: 8 Maschinen
- Bio-Dieselverbrauch pro Saison: 140.000 bis 180.000 l
- Gewicht eines Pistengerätes: 11 Tonnen
- Antriebsleistung: 280 PS bis 460 PS
- Seillänge Windenmaschine: 1.000 bis 1.200 Meter
- Anschaffungskosten: 260.000,- bis 330.000,- Euro




